Wenn Kinder schlagen, beißen, stoßen – wie gehen wir als Erwachsene damit um?

Webinar über zoom für Eltern mit Kindern bis 6 Jahren

mit Gertrud Ledar - Montessori- und Piklerpädagogin, Elternberaterin

 

Dienstag, 23.06.2020 15:30 bis 17:00 Uhr

 

Inhaltlich geht es um den entwicklungspsychologischen Stellenwert von Aggression beim Kind. Was ist „normal“, wie kann ein Kind lernen, mit seinen Gefühlen umzugehen? Welche Rolle nehmen Eltern im Lernprozess eines Kindes dabei ein?

Sie benötigen eine stabile Internetverbindung, eine funktionierende Kamera und ein Mikrofon an Ihrem Computer, Laptop, Tablet, oder Smartphone. Den Anmeldelink und eine Anleitung lassen wir Ihnen zukommen.

Das Angebot ist kostenfrei.

 

Anmeldungen bitte bis zum 22.06. per Mail an:

familienzentrum-neugereut@jugendhaus.net Die Teilnehmerzahl ist begrenzt.


Online Angebote für Familien vom Haus der Familie

 Alle Angebote findet live statt über die Plattform Zoom:

 

- U1315-1D NEU Rückbildungsgymnastik ohne Baby als Webinar, 5 Termine am Mittwochabend, Start am 6.5. (die Krankenkassen übernehmen die Kosten)

-U1134D: Online Kurs Pränatal Yoga - Yoga in der Schwangerschaft Start am 11.5.

-U1238D: Online Kurs - Fragen rund um die ersten Wochen nach der Geburt am 18.5. um 19 Uhr

-U5220D Online Kurs Gewaltfreie Kommunikation – Einführungsworkshop Start am 15.5.

-U5227D Online Kurs - Hochsensible Kinder am 9.5.

-U6400D Online Yoga Crashkurs am 15.5.

-U6460D Online Kurs PapaKanga am 9.5.

 

Anmeldungen und weiter Infos unter hdf-stuttgart.de, info@hdf-stuttgart.de oder unter 0711-220709-0


Tipps für Mütter/Eltern in diesen ungewöhnlichen Zeiten

Das Müttercafé zum Thema  „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ geplant für den 29. März konnte leider nicht stattfinden. Das Thema ist gerade jetzt aktueller denn je. Die Referentin Frau Ledar hat einen Brief mit Tipps für Mütter/Eltern in diesen ungewöhnlichen Zeiten verfasst:

 

Liebe Eltern,

mein Name ist Gertrud Ledar und ich bin pädagogische Referentin. Neben dieser tollen Tätigkeit bin ich auch Mutter zweier Mädchen 5 und 10 Jahre alt. So wie Sie, halten wir uns zurzeit auch an die Corona Maßnahmen und bleiben zu Hause. Neben Hausaufgaben meiner älteren Tochter und Spielunterstützung meiner Jüngeren, sollte ich auch noch arbeiten. Das ist nicht leicht. Es kommt öfter vor, dass wir frustriert sind und nicht weiter kommen in unserem Tun.

 

Wie viele andere Veranstaltungen auch, entfällt das geplante Mütter-Café am 29.04.20 in Giebel wegen den Corona-Anweisungen. Das ist sehr bedauerlich, denn das Thema „Vereinbarkeit von Familie und Beruf“ ist gerade jetzt aktueller denn je. Aus diesem Grund habe ich beschlossen, meine Gedanken zum Thema schriftlich festzuhalten. Bedauerlicher Weise fehlt beim Schriftlichen die Möglichkeit, Ihre persönlichen Fragen zum Thema zu beantworten. Doch wir arbeiten alle mit Eifer dran, dies z.B. durch Webinare bald möglich zu machen.

 

Nun folgen einige grundlegende Tipps und Anregungen für diese außergewöhnliche Situation im Frühling 2020:

  • Routinen geben Sicherheit! Je jünger das Kind umso wichtiger, denn Routinen tragen emotionale Geborgenheit bei. Entwickeln Sie jetzt, für die aktuelle Situation, eine neue und passende Struktur für zuhause, die Ihnen und Ihren Kindern gut tut. Jeden Tag frische Luft und Bewegung sind wichtig.
  • Klare Regeln geben Struktur und Verlässlichkeit. Erstellen Sie eine Tages- und Wochenstruktur, ähnlich wie in der Kindertagesstätte (Essens-, Schlafens-, Spiel- und Bewegungszeiten). Denken Sie auch an Ihren eigenen strukturierten Tagesablauf, dann sind Sie ein Vorbild.
  • Beteiligen Sie Ihre Kinder aktiv am Tagesgeschehen mit und planen Sie dafür Zeit ein. Schon kleine Kinder helfen gerne im Haushalt mit, wenn sie im Alltag eingebunden werden. So fühlen sie sich wichtig und freuen sich darauf, bald groß zu werden. Sie unterstützen somit den Abnabelungsprozess Ihres Kindes. Aufgaben wie Staubsaugen, Tische abwischen, die Waschmaschine ein und ausräumen sind für Kinder interessant. Aber bitte nicht mit Zwang, sondern vermitteln, dass ihre Hilfe gefragt ist und jetzt alle mitmachen. Kinder ehrlich anerkennen, dann fühlen sie sich wertvoll und selbstwirksam. Natürlich dauern diese Hilfen länger, wie bei uns Erwachsenen. Doch langfristig zahlt sich die Geduld aus.
  • Gemeinsame Zeit und Spielen. Kinder lassen sich selten einfach zum Spielen schicken, oft braucht es einen Erwachsenen mit Spielideen oder Anleitung (Was wollen wir spielen? Was brauchen wir dafür? Wer macht was?...). Tun Sie mit den Kindern Dinge, die Ihnen selber Spaß machen und allen ein gutes Gefühl vermitteln. Neben der großen Umstellung und Belastung birgt diese Zeit auch die Chance, qualitätsvolle und schöne Zeit miteinander zu verbringen, viel zu spielen, kuscheln, reden und neue Kreativität zu entwickeln.
  • Entspannungsmöglichkeiten für Ihr Kind. Die ganz Kleinen mögen es, gehalten, gestreichelt oder massiert zu werden, die etwas älteren Kinder genießen es, auf dem Schoß zu sitzen, mit Ihnen ein Buch anzuschauen, vorgelesen oder kleine Geschichten erzählt zu bekommen. Auch Hörgeschichten bereichern die langen Tage.
  • Die eigenen Ansprüche etwas herunterschrauben. Wichtiger wie die blitze blanken Böden im Haus sind besonders jetzt Gelassenheit, Humor und gute Stimmung. Achten Sie gut auf sich selbst! Die eigene Unruhe überträgt sich auf das Kind und das Stressniveau in der Familie ist somit erhöht.
  • Nehmen Sie sich regelmäßig kleine Auszeiten (den Kindern ankündigen): mal rausgehen, durchatmen, mal eine Tasse Kaffee ganz in Ruhe trinken… Telefonischer Austausch mit anderen Eltern, Freunden und Verwandten tun oft gut.
  • Das „Schlafen-geh-Ritual“. Abends vor dem Schlafengehen: gemeinsame "Abschlussrunde" und darüber sprechen (Reihenfolge beachten!
    • was hat heute nicht so gut geklappt?
    • was war heute schön und hat mir gefallen?
    • was nehmen wir uns für morgen vor?
    • Die Kinder nie ohne Versöhnung ins Bett schicken.
  • Kindergerechte Aufklärung der Kinder über Corona z.B. mit Erklärvideos. Darüber sprechen, weshalb man welche Dinge tun und beachten soll. Kinder jedoch nicht mit den eigenen Sorgen und Ängsten belasten. Die Ängste der Kinder wahrnehmen und ernst nehmen.
  • Informationen nicht permanent aufsaugen, sondern gezielt und aus vertrauenswürdigen Quellen, nicht häufiger als zwei- bis dreimal am Tag einholen.

Gutes Gelingen und viele Grüße

Ihre Gertrud Ledar

Montessori- und Piklerpädagogin, Elternberaterin

 

Literatur:

Jesper Juul (2011): Dein kompetentes Kind, Auf dem Weg zu einer neuen Wertgrundlage für die ganze Familie

https://www.kreis-tuebingen.de/site/LRA-Tuebingen-Internet-Root/get/params_E-2032827754/16900701/Angebote%20Homepage.pdf 2020


Beratungsangebote für Familien und alleinstehende Menschen:

  •  "Ein Ohr für Familien" Brauchen Sie neue Ideen zum Durchhalten? Müssen Sie dringend Ärger loswerden oder Sie wollen einfach ein bisschen Kraft tanken?
  •  "Allein daheim?" Sie fühlen sich einsam? Sie wollen sich gerne über ihre Ängste und Sorgen austauschen? Sie wollen einfach mal mit jemanden reden?

  Rufen sie an Tel: 0711 550 724 89 oder schicken sie eine E-Mail: familienzentrum-giebel@jugendhaus.net


Kontakt:                                                                          Öffnungszeiten Café FaZ:

Mittenfelstr. 61                                                                                         

70499 Stuttgart                                                                                          Montag - Freitag, 9:30 - 12:30 Uhr

Telefon        0711-550 724 89                                                                   

familienzentrum-giebel@jugendhaus.net